Am Samstag den 24.04.21 hat unser Verein mit zwei Installationen auf dem Rathaus- und auf dem Königsplatz auf Frauenhandel und Zwangsprostitution aufmerksam

Bei bestem Frühlingswetter nahmen sich am Samstag (24.04.) viele Passanten am Augsburger Rathausplatz Zeit, um sich die Texte der 160 Plakate durchzulesen, die um eine Installation mit drei Schaufensterpuppen herum ausgelegt waren. Mit Sätzen wie „Nicht FREI und nicht WILLIG“, „Für KINDER kein SPIEL“ und „Es geht ihr nicht GUT und sie wird nicht BEZAHLT“ machten wir mit einer Installationen auf dem Rathausplatz auf Frauenhandel und Zwangsprostitution aufmerksam. Viele Menschen reagierten betroffen, als sie erfuhren, dass sich in Deutschland 9 von 10 Frauen aus einer Notsituation heraus prostituieren oder zur Prostitution gezwungen werden. Auch dass nicht wenige minderjährige Frauen in Deutschland prostituiert werden oder 4 von 5 Frauen psychische und körperliche Gewalt in der Prostitution erleben, bewegte die Menschen. In Gesprächen erkundigten sich Passanten nach den Hintergründen zu diesen Fakten und fragten, warum es in einem Land wie Deutschland zu solchen Missständen kommen kann. Dabei kam das Gespräch immer wieder auf die Hauptursache des Menschenhandels in der Prostitution: Die Nachfrage. Schätzungen zu Folge nehmen täglich 1,3 Millionen Männer in Deutschland die Dienste einer Prostituierten in Anspruch. Diese große Nachfrage ist hauptsächlicher Treiber für Frauenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung.

Zeitgleich von 10:00 - 20:00 Uhr stand auf dem Königsplatz ein PKW-Anhänger mit 20 gefangenen Schaufensterpuppen. Auch hier wurden Zwang und Ausbeutung in der Prostitution thematisiert. Passanten nahmen sich, angeregt von der Installation am Königsplatz, am Rathausplatz Zeit, um sich näher mit dem Thema zu beschäftigen. Beide Installationen fanden im Rahmen der deutschlandweiten Kampagne schattendasein.de statt, die Ende September des letzten Jahres von unserem Bündnis Gemeinsam gegen Menschenhandel gestartet wurde.