Nach Schätzung der Augsburger Polizei arbeiten 600 - 700 Prostituierte in Augsburg. Die meisten von ihnen kommen aus Rumänien. Sie sprechen in der Regel kein Deutsch und haben nur eine geringe Bildung. Viele bleiben nur ein paar Monate, um dann in andere Städte „gewinnmaximierend vermarktet“ zu werden. Über das Jahr verteilt sind es zwischen 1.500 und 2.000 Frauen, die in Augsburger Clubs und Bordellen meist unfreiwillig als Prostituierte arbeiten. Viele der Frauen arbeiten in Bordellen nicht selten 12 Stunden täglich, an denen sie im Extremfall bis zu 30 Freier bedienen müssen. Laut dem aktuellen Gesetz müssten Prostituierte frei entscheiden können, welche sexuellen Praktiken sie ihren Kunden anbieten wollen. In der Praxis ist das jedoch schwierig: Wenn die Frauen sich nicht wirklich verständigen können, weil sie kein Deutsch sprechen, wird es schwierig Kundenwünsche abzulehnen. Weil die Fragen dringend Geld brauchen sind sie in Zugzwang, was die Wünsche der Männer angeht. Zudem bekommen sie nur einen Bruchteil dessen, was die Freier bezahlen. Vieles davon ist durch die derzeitige rechtliche Lage in Deutschland möglich.